Ein Erfahrungsbericht aus dem Alltag WOL und NLP was ist gemeinsam – was trennt – was hilft mir – Teil 5

Was an NLP steckt in der Methode WOL?

Im Folgenden möchte ich die NLP Inhalte und Einstufungen die ich in dreierlei Hinsicht bei bzw. in und über WOL festmachen kann, kurz anreißen und listen: 

Für einzelne Aspekte erfolgt eine Vertiefung, die zum Ende in der Vision einer neuen Struktur, einer neuen Methode mündet, wie Inhalte und im speziellen NLP-Inhalte in Kleingruppen erlernt, erprobt und gefestigt werden können. In der folgenden Tabelle stelle ich das angesprochene NLP Format in den Kontext zu den Inhalten in der bestehenden WOL Methode. Die Wochenanleitungen arbeiten immer mit der Haltung der Wertschätzung. Höflichkeit und Achtsamkeit mit Fokus auf der Bestätigung des Anderen, Schulung der Empathie und das Teilen von Beiträgen für die Mitglieder des Circle und der Personen auf der eigenen Beziehungsliste sind elementare Bestandteile jeder Wochenaufgabe(n).

NLP Formate in WOL – Detaildarstellung

Anwendung Zieldefinition SMART 

Die Zieldefinition nach dem SMARTen lernte ich im Bildungsurlaub und während der Ausbildung zum NLP Practitioner kennen. Die damit verbundene Idee ist es, ein Ziel wohlgeformt nach den Kriterien spezifisch/eindeutig, messbar und damit die Erreichbarkeit prüfen zu können, dazu die Akzeptanz, die eigenen Wichtigkeit des Zieles zu erfassen, es realistisch, also erreichbar zu formulieren und dafür Termine zu setzen, wann es erreicht werden soll. Diese Formel wirkt sich entscheidend auf die Zielerreichung aus. Sind diese Kriterien erfüllt, hat ein Ziel das Potenzial im Fokus zu bleiben, es kann geprüft und verfolgt sowie nachgehalten werden. Die Terminierungen sorgen für Planbarkeit. Ich selbst habe mit der Zieldefinition die Umsetzung meiner Teilzeit verfolgt und die rechtlichen Grundlagen erarbeitet, als auch für das Unternehmen wertvolle Hinweise für eine Vertretungsansatz geliefert. Die zeitliche und zielgerichtete Verfolgung lieferte schnell das konkrete Ergebnis, nämlich die Reduzierung meiner Wochenstunden von 40 auf 32.

Anwendung Graves

Graves hat ein Wertmodell entwickelt, das die Entwicklung von Menschen, Systemen, Unternehmen und Gesellschaften in Wertebenen beschreibt. Seine Schüler Beck und Cowan entwickelten die Werte zum System Spiral Dynamics weiter. Damit wurden Identifikatoren und Buchstaben zu Farben.

Die Theorie besagt, dass jeder Mensch und jedes System diese Stufen durchläuft. Die Stufen sind ohne Wertehierarchie formuliert und bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen sind typisch für die jeweiligen Stufen. Die Entwicklung folgt immer vom „Ich“ einer Stufe zum „Wir“ der nächsten, von dort zum „Ich“ der nächsten, und so weiter. Grün (wir) ist vertreten mit: Verbundenheit/Menschlichkeit, Integration, Konsens und Versöhnung. Der Mensch ist einfühlsam, friedlich und arbeitet in Teams, Coach, Therapeuten sind typische Berufe.

Für Gelb (Ich) ist die Beschreibung: Synopse / Grenzerfahrungen passend, gekennzeichnet durch Komplexität, anhaltende Paradoxien, systemisch-integrativ, agil, Netzwerke, Beziehungen. Der Mensch ist eigenverantwortlich, vertraut seiner Intuition und ist Projekt-Mitarbeiter auf Zeit.

Dies sind meiner Ansicht nach die zwei treffendsten Zielwertebenen, die WOL anspricht. Mit Abstrichen sind die Menschen die der orangenen Ebene (Ich) zuordenbar, empfänglich für diese Form des Lernens, Ziele zu erreichen und Leistungen zu Ihrem Vorteil nutzen ist möglich, das Thema Beziehungen jedoch ist hier ein Bereich der sich schon zur nächsten Ebene grün entwickelt haben sollte oder als Mittel zum Erfolg „mitgenommen“ wird.

Anwendung Grundannahmen

Insbesondere folgende der NLP Grund-oder Vorannahmen begleiten meines Erachtens die Methode:
„Die Landkarte ist nicht das Gebiet.“ Menschen reagieren nicht auf die äußere Realität, sondern auf ihr Abbild der Realität! Es gibt keine objektive Wahrheit! Wir alle haben verschiedene Vorstellungen von der Welt. Jeder hat seine Filter, seine spezifische Wahrnehmung und damit sein Bild von der Wirklichkeit. Dies anzunehmen und auch bewußt zu machen, ist häufig in den einzelnen Wochen-Guides Thema und hängt vielfach auch mit Rapport erzeugen und Empathie entwickeln zusammen. 

So gibt es in der Woche 4 eine Übung mit der Aufgabe seine Emailpostfach zu untersuchen und Emails zu finden, die wenig emphatisch sind:

Die folgenden drei Fragen können die Art und Weise, wie du auf Menschen zugehst, grundlegend verändern. 

  1. Wie würde ich reagieren, wenn ich die andere Person wäre? 
  2. Warum sollte sich die andere Person darum kümmern? 
  3. Warum mache ich das? 

Die Analyse und die Aufgaben bei den nächsten eigenen Emails die eigenen Worte bewusster zu verwenden, den Wert der Botschaft für den anderen herauszustellen sowie die eigenen Motive für die Email zu überprüfen, fördert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Weltbild sowie dem der anderen und rückt die Möglichkeit der Unterschiede in den Fokus.

Das oben beschrieben Email-Beispiel schärft auch den Blick hinsichtlich des Axioms „Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält.“ Jede Reaktion und jedes Ergebnis können als Feedback gewertet und zur Möglichkeit zum Lernen genutzt werden.

Die Grundannahme: „Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes.“ vertraut darauf, es gibt mehrere Hebel, Lösungsansätze und Möglichkeiten Lösungen zu entwickeln. Diese Flexibilität ist Teil des gesamten Konzeptes von WOL. Neben der Möglichkeit seine Aufgaben, wenn keine Zeit vorhanden ist, kleiner auszugestalten und wenn ein „mehr“ gewollt ist, auch Zusatzaufgaben zu machen, kann das Ziel angepasst und verändert werden. Zusätzlich bieten die Guides häufig mehrere Optionen und Angebote die Aufgaben zu erledigen.

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